Irre und skrupellose Chefs haben Hochkonjunktur, nicht nur in der Krise: Wie Du dich trotzdem retten kannst …

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Erobern skrupellose Irre die Chefetagen?
Nicht nur im Druck der Krise

Bist Du manchmal davon überzeugt, daß Dein Chef nicht alle Tassen im Schrank hat? Untertassen inklusive! Ein absoluter Irrer ist?
Ganz unwahrscheinlich ist das nicht, ganz besonders in Zeiten der Krise. Denn einer neuen US-Studie zufolge halten immer mehr Karriere- und Druck-um-jeden-Preis-Psychopathen Einzug in die Chefetagen und quälen ihre Untergegebenen, wo immer sie nur können. Doch was kannst Du dagegen tun, wenn es bei Dir auch der Fall ist?
Wie US-Wirtschaftspsychologe Paul Babiak herausfand, arbeiten die Firmen- und Großkonzerne-Psychopathen in allen möglichen Branchen.
Auf den ersten Blick seien sie die idealen Führungskräfte. „Psychopathen sind liebenswürdig, selbstbewußt und stehen auf Geld und Macht.
Außerdem sind sie oft gebildet und können sich sehr gut ausdrücken. Daher glaubt man, sie hätten Visionen, und sind zur Unternehmensleitung besonders gut geeignet“, so Psychologe Babiak.
Langfristig sorgen diese Irren aber für große Probleme in einem Unternehmen, wie nicht erst die Global-Krise seit Mitte 2007 zeigt. Für Routinearbeiten, gar Verständnis sind sie nicht geeignet.
Denn sie sind absolut skrupellos und nutzen ihre Mitarbeiter aus, egal wie. Wer von Euch auch nur einen Hauch von Schwäche zeigt, gilt in der Welt der Psychopathen als unfähig. Um nicht unterzugehen, den Job und die Existenz zu behalten, nicht von Vater Staat leben zu müssen oder dann nach 12 Monaten dem Psychophaten- und Nuttenpreller Peter Hartz sein IV. Gesetz ‚genießen‘ zu dürfen, alles womöglich zu verlieren, was man sich mehr oder weniger vom Mund abgespart hat, müssen die betroffenen Mitarbeiter eines psychopathisch veranlagten Chefs also gegenhalten können, wenn nicht in der Gruppe, dann auch alleine. In den folgenden Zeilen findest Du Tipps, wie Du bei den schlimmsten Verbalattacken Paroli bieten kannst.
Überfordert? Beweise Du das Gegenteil! – Bloß nicht verstecken: Auf schwere Vorwürfe mußt Du gepfeffert, immer konsequent und angemessen antworten.

„Ich habe den Eindruck, Sie sind mit Ihrer Arbeit überfordert“, tönt es vom Boss. Muß nicht stimmen, wenn der oder ein ähnlicher Satz kommt, denn der solchermaßen Drückende will damit nur sein Ich, seine ‚Kompetenz‘ erhöhen. Ein harter Vorwurf – das solltest Du auch zum Ausdruck bringen, so z.B.:
Ich finde es sehr übertrieben, wenn Sie pauschal meine Kompetenz in Frage stellen – haben Sie Belege dafür?
Läßt der Psychoboß nicht locker, mußt Du ihn von Dir aus aus der Reserve locken: „Aus welchem Grund haben Sie diesen Eindruck?“
Sie müssen noch viel lernen.“ Diese Pauschalfloskel der Niedermacher und Sklaventreiber ist bei s.g. Führungskräften äußerst beliebt, auch wenn sie wenig aussagekräftig ist, denn sie ist ein Satz in die Leere der Behauptung.
Auf einen solchen Verbalangriff müssen Arbeitnehmer, also Du nicht konkret eingehen, mach einfach Dein „Hmhm …“ und laß die Dinge wie sie waren. Ein lockeres „Dazu bin ich
auch bereit, und Sie profitieren als Erster davon“ ist völlig ausreichend als nächster Satz.
Nehmen Sie das nicht zu persönlich“ ist häufige die nächste Floskel, wenn das Gespräch festgefahren ist oder der Chef die Diskussion beenden will. Aber, spiel den Ball zurück: „Wie darf ich das jetzt verstehen?“
Als Alternative kannst Du Deinem Boss auch zustimmen: „Ich nehme das aber persönlich, mir liegt viel daran“. Dann ist er an der Reihe, entsprechend zu reagieren.
Nicht teamfähig? So konterst Du richtig – Denn wer Schwäche zeigt, gilt bei Pyschopathen als labil und unfähig, Mensch 2. oder gar 3. Klasse.
„Sie können sich nicht ins Team einfügen.“ Wie aus dem Nichts schießt Dein Chef aus allen Rohren, das darfst Du nicht auf Dir sitzen lassen: „Sorry, Chef, Sie wollen allen Ernstes sagen, daß ich nicht mit anderen zusammenarbeiten kann? Wie kommen Sie denn darauf?“ ist eine angemessene Reaktion.
Wenn Dir die Rückendeckung von anderen Kollegen oder Führungskräften sicher ist, kannst Du nachlegen: „Vom Tagesgeschäft bekommen Sie nicht genug mit, um das beurteilen zu können. Sie müssen sich also logischerweise irren.
„Früher waren Sie engagierter bei der Sache!“ Bloß nicht widersprechen. Damit würdest Du signalisieren, daß Du früher nicht engagiert warst.
Wisch den Vorwurf mit einem „Früher habe ich mich oft festgebissen. Heute habe ich mehr Erfahrung und betrachte die Sache aus einem anderen Blickwinkel“ beiseite.
„Das ist nur Ihre Version, die Zahlen (Kollegen etc.) sagen etwas anderes.“ Da hat sich Dein Chef weit aus dem Fenster gelehnt. Fordere ihn auf, konkreter zu werden: „Ach ja, wirklich? Was sagen die denn?
„Was machen Sie eigentlich?“ – Zählen Sie es auf! – Zeit ist Geld: Psychopathen lieben schnelle Entscheidungen – egal zu welchem Preis.
„Sie sehen die Dinge nicht objektiv genug.“ Wieder ein Beispiel aus dem Bereich, „Floskeln, die die Welt nicht braucht – aber trotzdem immer mehr und mehr überschwemmt“.
Antworte einfach wahrheitsgemäß: „Mal ehrlich, kein Mensch auf dieser Welt ist wirklich objektiv, oder?
„Sie versuchen, die Schuld auf andere zu schieben.“ Da solltest Du nachbohren: „Verstehe ich das richtig, Chef? Sie behaupten, daß ich nicht zu dem stehe, was ich tue, also etwas falsch mache?
Dann muß Dein Chef Klartext reden und wird – vermutlich, wenn ihn nicht vollkommen die Tarantel gestochen hat – klein beigeben. Meistens kommt dann, weil der Arbeitsmarkt ja nicht von jetzt auf nachher jemanden mit Deiner Erfahrung bereithält, eine Antwort wie „So habe ich das nicht gemeint“.
Was machen Sie eigentlich den ganzen Tag?“ Einem Mitarbeiter auf diese Art Faulheit vorzuwerfen, ist schon starker Tobak, eine beliebte Beleidigung um das eigene Ich zu erhöhen, derart: „Ich bin der Boss, nur ich arbeite … blablabla“.
Bleib ruhig und antworte banal: „Ich mache genau das, wofür ich angestellt bin. Was haben Sie denn gedacht?“ Als Alternative kannst Du deinem Chef dann wirklich mal in allen Details aufzählen, was Du so den lieben langen Tag tust, damit es Dir nich ‚langweilig‘ wird. Spätestens nach dem dritten Aufzählungspunkt winkt er ab, … und geht. Er weiß ja zumeist, welche Zeit welche Arbeiten in Anspruch nehmen.
Falsche Zeiteinteilung? Laß Dir nichts gefallen! – Psychopathen sind skrupellos: Entlassungen sind für sie kein Problem.
„Nehmen Sie ein bißchen Rücksicht auf Ihre Kollegen.“ Vielleicht bist Du ja jemand, der Dinge gerne voranbringt. Das darfst Du dann auch jederzeit deutlich machen: „Mir gefällt dieser Schlendrian nicht. Es gibt halt Dinge, die sollten schleunigst erledigt werden.“
„Meine Erfahrung sagt mir, daß das so nicht geht.“ Jeder Chef glaubt, daß er erfahren ist. Oftmals stimmt das sogar. Davon kannst Du profitieren: „Okay. Lassen Sie mich daran teilhaben. Warum geht das nicht?
„Wenn das wirklich so lange dauert, stimmt Ihre Zeiteinteilung nicht.“ Das Lieblingsargument, wenn sich Mitarbeiter, also Du, in fast jedem Unternehmen über eine zu hohe Arbeitsbelastung beschweren. Da darfst Du ruhig ein bißchen frech werden, passende Antwort: „Meine Zeiteinteilung stimmt schon, sonst könnte ich hier gar nicht arbeiten.
„Gute Idee, aber …“ – Wie Du am Ball bleibst – Ärger und Haß können Psychopathen zeigen, andere Gefühle nicht.
„Die Idee ist gut, aber unsere Konkurrenz macht das auch nicht.“ Mehr Argumente fallen Deinem Chef nicht ein? Mach ihm deutlich, daß Du gerne mal vorpreschen möchtest: „Das müssen die auch nicht.
Wir können ja die Vorreiterrolle übernehmen.“ „Das ist mit den Gepflogenheiten hier nicht vereinbar.“ Diese Bemerkung bringt Dich nun kein bißchen weiter. Bohr also nach: „Warum nicht?“ oder konkreter „An welchen Stellen weicht das von unseren Gepflogenheiten in der Firma denn genau ab, Chef?
Fazit: Einem psychopathischen Chef derart zu begegnen, ist sicher nicht jedermanns Sache, klar, das muß man dann auch durchstehen können und wissen was man sagt und tut, den eigenen Wert kennen. Aber es ist Deine einzige Chance, um in der Firma zu überleben. Jedes Zeichen von Schwäche wird von solchen Chefs als Unfähigkeit interpretiert, wer nicht gegenhalten kann, geht also unter. Wird der Kampf auf Dauer zu mühsam, solltest Du allerdings den Betriebsrat einschalten oder Dich nach einem anderen Job mit einem besseren Chef umsehen.
Viel Glück …

One Response to “Irre und skrupellose Chefs haben Hochkonjunktur, nicht nur in der Krise: Wie Du dich trotzdem retten kannst …”

  1. Ritchianti Says:

    Dieser Artikel spricht mir aus dem Herz. Hierzu könnte ich auch ein paar Stories beitragen. Ich bezeichne solche Menschen, richtige Chefs können die nie werden, auch gerne als Profilneurotiker.

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